Wie funktioniert ein Geburts-TENS Gerät?

TENS Geburt Hebamme

Was ist TENS?

Vielleicht kennst du konventionelles TENS schon vom Orthopäden oder Physiotherapeuten oder hast es selbst schon mal angewendet.

TENS steht für transkutane elektrische Nervenstimulation. Transkutan bedeutet „durch die Haut hindurch“. Das heißt wir stimulieren mit einem Gerät über die Haut die Nervenbahnen am Rücken. Ein Geburts-TENS Gerät ist etwa so groß wie ein Handy und so einfach bedienbar, dass es die Frau selbst mit geschlossenen Augen während der Wehen steuern kann.

 

Wie kann TENS Schmerzen lindern?

Ich zeige euch was ein TENS Gerät während der Wehe und der Wehenpause bewirkt und warum ein Geburts-TENS Gerät auch ein Mantra ist.


1. Die Wehe

Starten wir erst mal mit den Wehenphasen: Der Wehenschmerz ist einzigartig. Erst erfolgt ein schmerzhaftes Zusammenziehen des Muskels und im nächsten Augenblick erfolgt eine Pause der Entspannung. Dieser wechselnde Rhythmus während der Geburt bietet Mutter und Kind die Möglichkeit einer allmählichen Anpassung. Wird das individuelle Tempo dieser Wellen nicht respektiert und die Geburt beschleunigt, so bedeutet dies Stress für Mutter und Baby.

Die Wehen in der Gebärmutter. Verarbeitet wird der Schmerzimpuls, aber erst im Gehirn. Diese Bereiche sind über Nervenbahnen verbunden. Wenn der Schmerz durch die Muskelkontraktion der Gebärmutter entsteht, werden Schmerzimpulse über die Nerven am Rücken zum Gehirn weitergeleitet – dann erst spüren wir den Schmerz. Genau hier setzt ein TENS Gerät an. Die Impulse des TENS Gerätes stören die Weiterleitung dieses Impulses. Während mit der PDA (Periduralanästhesie) der Schmerz über die Nervenbahnen am Rücken gezielt unterbunden wird, ist dieser mit TENS nur gestört. Das heißt die Gebärende fühlt den Schmerz noch, aber nimmt ihn anders war. Wie sich das äußert ist sehr unterschiedlich. Einige Frauen berichten, dass TENS die Schmerzspitzen genommen hat. Andere berichten, dass der Schmerz insgesamt gemildert wurde. Hier kannst du nachlesen, wie unsere Kundinnen Geburts-TENS empfunden haben. Mehr erfahren

 

TENS schaltet den Schmerz nicht vollständig aus. Das wollen wir auch gar nicht. Den der Wehenschmerz hat eine wichtige Funktion während der Geburt. TENS hilft dir aber beim Schmerzmanagement, um deine Wehen besser verarbeiten zu können.

2. Die Wehenpause

Bei dieser Einstellung spricht man auch von TENS in Akupunkturstärke. Hier kannst du mit dem TENS Gerät den Effekt einer Akupunktur erreichen: Der Körper wird angeregt die Endorphin-Ausschüttung zu fördern. Endorphine sind Wehen fördernde und Schmerz hemmende Hormone die der Körper während der natürlichen Geburt bildet.

Auch in der Wehenpause unterstützt dich das Geburts-TENS Gerät. Während das TENS Gerät bei akuten Schmerzen im hohen Frequenzbereich arbeitet, wird in der wehenfreien Phase die Frequenz mit Hilfe des Wehen-Knopfes reduziert.

 

Endorphine werden auch als „natürliches Opium“ bezeichnet und sorgen für ein Glücksgefühl. Auch das Kind bekommt Endorphine über die Nabelschnur und kann das Baby vor Schmerz schützen.

 

3. Dein Mantra

Und nun kommen wir zum dritten Punkt, die mentale Unterstützung. Viele Frauen berichten, dass ihnen das Geburts-TENS Gerät und insbesondere der Wehen-Knopf geholfen hat die Kontrolle über die Situation zu behalten.
So berichten unsere Mamas zum Beispiel „Das Gerät hat mir geholfen entspannt zu bleiben“.

„Die Bedienung des Gerätes half einen konzentrierten Kopf zu bewahren und gab einem das Gefühl, nicht so hilflos den Schmerzen ausgesetzt zu sein.“

Auch Charlotte Hawkins vom britischen Frühstücksfernsehen hat Elle TENS geholfen „bei Verstand zu bleiben“. Das komplette Interview findest du auf YouTube.

Du hast weitere Fragen zur Wirkungsweise? Schreibe uns bitte eine Email an kontakt@Geburts-TENS.de und wir ergänzen den Beitrag.

Viele Grüße
Eure Christine

Quellen:
https://www.duden.de/rechtschreibung/transkutan